KI-Bereitschaft
KI wird mangelhafte Geschäftsprozesse nicht optimieren
Warum „Clean Core“, eine einzige Quelle der Wahrheit und vernetzte Unternehmenssysteme die Grundlage für die KI-Bereitschaft und eine erfolgreiche KI-Einführung bilden
Künstliche Intelligenz hat sich rasch zu einem der wichtigsten Themen auf der Agenda der Führungskräfte entwickelt. Branchenübergreifend investieren Unternehmen massiv in KI-Fähigkeiten und erwarten dadurch Verbesserungen bei der Produktivität, der betrieblichen Effizienz, dem Kundenerlebnis und der Entscheidungsfindung. Doch trotz der steigenden Investitionen haben viele KI-Initiativen Schwierigkeiten, den erwarteten geschäftlichen Nutzen zu erzielen.
Der Grund liegt selten in der KI-Technologie selbst. Häufiger versuchen Unternehmen, KI in Umgebungen einzuführen, in denen bereits fragmentierte Daten, nicht miteinander vernetzte Unternehmensanwendungen und uneinheitliche Geschäftsprozesse vorhanden sind. Unter diesen Umständen verschärft KI bestehende Probleme lediglich, anstatt sie zu lösen.
Die Diskussion muss sich daher in eine andere Richtung verlagern. Anstatt zu fragen: „Wie setzen wir KI ein?“, sollten Unternehmen sich zunächst fragen:
„Haben wir die richtigen Voraussetzungen für den Erfolg der KI geschaffen?“

Die KI-Bereitschaft hängt von zuverlässigen Informationen ab

Künstliche Intelligenz ist grundlegend auf Informationen angewiesen. Jede von der KI generierte Empfehlung, Vorhersage, Automatisierung oder Erkenntnis basiert auf historischen Daten, Geschäftsregeln und Unternehmenswissen. Die KI entscheidet nicht eigenständig, was richtig ist; vielmehr identifiziert sie Muster, Zusammenhänge und Wahrscheinlichkeiten auf der Grundlage der Informationen, die sie erhält.
Sind diese Informationen doppelt vorhanden, unvollständig, veraltet oder widersprüchlich, sind die daraus resultierenden Ergebnisse ebenso unzuverlässig. Dies ist keine Einschränkung der KI, sondern eine Einschränkung des geschäftlichen Umfelds, in dem die KI eingesetzt werden soll.
Das Prinzip bleibt unverändert:
Zuverlässige Geschäftsergebnisse erfordern zuverlässige Geschäftsinformationen.
Ein „Clean Core“ ist zu einer geschäftlichen Notwendigkeit für die KI-Bereitschaft geworden
In der Vergangenheit wurde „Clean Core“ häufig mit der Modernisierung von ERP-Systemen, einer Reduzierung der Anpassungen und einer vereinfachten Systemwartung in Verbindung gebracht. Heute reicht seine Bedeutung weit über die Technologie-Governance hinaus.
Ein „Clean Core“ schafft standardisierte Geschäftsprozesse, einheitliche Stammdaten und eine nachhaltige Systemarchitektur – allesamt wesentliche Voraussetzungen für eine skalierbare Einführung von KI. Unternehmen, die eine vereinfachte, gut gesteuerte Unternehmenslandschaft pflegen, ermöglichen es der KI, Informationen mit größerer Konsistenz und Zuverlässigkeit zu interpretieren. Anstatt zu versuchen, widersprüchliche Daten aus verschiedenen Quellen in Einklang zu bringen, kann sich die KI darauf konzentrieren, aussagekräftige Erkenntnisse zu generieren, die geschäftliche Entscheidungen unterstützen.
Im Zeitalter der KI ist „Clean Core“ nicht mehr nur ein IT-Ziel. Es hat sich zu einer strategischen Unternehmenskompetenz entwickelt.

Der Wert einer einzigen zuverlässigen Informationsquelle für die KI-Bereitschaft

Jedes Unternehmen generiert erhebliche Mengen wertvoller Informationen – von Kundeninteraktionen und Finanztransaktionen bis hin zu Daten zum Fahrzeuglebenszyklus, Werkstattaktivitäten, Abläufen in der Lieferkette und OEM-Integrationen. Die Herausforderung liegt nicht im Mangel an Daten; die Herausforderung besteht vielmehr darin, dass diese Informationen häufig über mehrere Anwendungen, Abteilungen und Berichtsstrukturen verteilt sind.
Wenn verschiedene Funktionen unterschiedliche Antworten auf dieselbe geschäftliche Fragestellung liefern, schwindet das Vertrauen – nicht nur in die Daten selbst, sondern auch in die daraus abgeleiteten Entscheidungen. Künstliche Intelligenz kann diese Unstimmigkeiten nicht eigenständig beheben. Sie benötigt eine vertrauenswürdige Grundlage.
Durch die Einrichtung einer einzigen zuverlässigen Informationsquelle können Unternehmen eine einheitliche Darstellung der geschäftlichen Realität schaffen, sodass Mitarbeiter, Analyseplattformen und KI-Modelle auf der Grundlage derselben vertrauenswürdigen Informationen arbeiten können.
Vernetzte Unternehmenssysteme ermöglichen KI-Bereitschaft und Unternehmensintelligenz
Moderne Unternehmen stützen sich auf mehrere Unternehmensplattformen zur Unterstützung verschiedener Geschäftsfunktionen, darunter Enterprise Resource Planning, Dealer Management Systeme, Kundenbeziehungsmanagement (CRM), OEM-Integrationsplattformen, Analyselösungen sowie branchenspezifische Anwendungen.
Jedes System bietet für sich genommen bereits einen erheblichen Mehrwert. Der eigentliche Wettbewerbsvorteil entsteht jedoch erst, wenn diese Plattformen nicht als isolierte Anwendungen, sondern als integriertes Ökosystem zusammenwirken. Durch die Integration können Geschäftsprozesse abteilungsübergreifend nahtlos ablaufen, während gleichzeitig die einheitliche Datengrundlage geschaffen wird, auf die sich die KI stützt.
Nur in einem vernetzten Unternehmen kann KI über die reine Automatisierung hinausgehen und vorausschauende Erkenntnisse, intelligente Empfehlungen sowie unternehmensweite Entscheidungsunterstützung liefern. KI sollte nicht zu einer weiteren isolierten Anwendung werden, sondern zur Intelligenzebene eines bereits vernetzten Unternehmens.

KI ist ein Beschleuniger, nicht die Transformation selbst

Eines der häufigsten Missverständnisse im Zusammenhang mit KI ist die Annahme, dass Technologie allein den Wandel bewirkt. Die Geschichte hat immer wieder das Gegenteil bewiesen. Technologie verstärkt die bereits vorhandene geschäftliche Reife.
Unternehmen mit standardisierten Prozessen, geregelten Daten, vernetzten Unternehmensanwendungen und einer klaren betrieblichen Disziplin werden deutlich höhere Erträge aus ihren KI-Investitionen erzielen. Umgekehrt stellen Unternehmen, die versuchen, fragmentierte Umgebungen zu automatisieren, oft fest, dass KI betriebliche Schwachstellen lediglich schneller aufdeckt.
Eine erfolgreiche Einführung von KI beginnt daher schon lange vor der Bereitstellung des ersten KI-Modells. Sie beginnt mit der Transformation des Unternehmens.
Schaffung der Grundlagen für die KI-Bereitschaft
Künstliche Intelligenz stellt einen der bedeutendsten technologischen Fortschritte unserer Generation dar. Ihr Potenzial, die Produktivität zu steigern, das Kundenerlebnis zu verbessern und fundiertere Geschäftsentscheidungen zu ermöglichen, ist unbestreitbar.
KI sollte jedoch nicht als Ersatz für Unternehmenssysteme oder Initiativen zur Geschäftstransformation betrachtet werden. Vielmehr stellt sie die nächste Entwicklungsstufe dieser Systeme dar. Unternehmen, die in die „Clean Core“-Prinzipien, vertrauenswürdige Unternehmensdaten, integrierte Geschäftsanwendungen und standardisierte Prozesse investieren, bereiten sich nicht lediglich auf ihr nächstes ERP-Upgrade vor, sondern auf die nächste Generation intelligenter Geschäftsabläufe.

Warum Integration wichtiger ist als die Anzahl der Applikationen

Während Unternehmen ihren Weg im Bereich der KI fortsetzen, wird ein Grundsatz immer deutlicher:
Künstliche Intelligenz macht leistungsfähige Unternehmenssysteme nicht überflüssig, sondern unterstreicht vielmehr deren Bedeutung.
Die Unternehmen, die mit KI einen nachhaltigen Mehrwert erzielen werden, sind nicht unbedingt diejenigen, die KI als Erste einführen. Es werden vielmehr jene sein, die zunächst eine möglichst solide digitale Grundlage schaffen, bevor sie darauf setzen, dass KI ihr Geschäft grundlegend verändert.
Letztendlich ist KI nicht die Strategie, sondern der Wegbereiter. Wie bei jedem Wegbereiter hängt ihr Erfolg vollständig von der Stärke des darunterliegenden Fundaments ab. Unternehmen, die als Erstes in „Clean Core“, eine einheitliche Datenquelle („Single Source of Truth“) und vernetzte Unternehmenssysteme investieren, werden am besten aufgestellt sein, um das volle Potenzial der KI auszuschöpfen und nachhaltigen geschäftlichen Mehrwert zu schaffen.
Von KI-Ambitionen zur KI-Bereitschaft: Schaffung der Grundlagen für echten geschäftlichen Mehrwert
Künstliche Intelligenz verspricht mehr Effizienz, bessere Entscheidungen und ein verbessertes Kundenerlebnis – entscheidend ist jedoch, ob die zugrunde liegenden Prozesse, Daten und Systeme dafür bereit sind.
Genau hier kommt ein modernes, integriertes Dealer Management System wie proaxia Vehicle Sales & Service (VSS) ins Spiel kommt. Als intelligente, skalierbare und SAP-basierte Plattform vernetzt VSS die Kerngeschäftsprozesse in einer echten End-to-End-Lösung – unterstützt die „Clean Core“-Prinzipien und schafft die vertrauenswürdige, vernetzte digitale Grundlage, die für eine erfolgreiche Einführung von KI erforderlich ist.
Das Ergebnis:
Eine zentrale Datenquelle, mehr Transparenz, fundiertere Entscheidungen und eine solide Grundlage für skalierbare KI in der gesamten Händlerorganisation.
Machen Sie den nächsten Schritt auf dem Weg zur KI-Bereitschaft
Ist Ihr Unternehmen aus der Automobil- oder Baumaschinenbranche bereit, das Potenzial der KI in messbaren Mehrwert umzuwandeln?
Erfahren Sie, wie VSS Ihre Prozesse miteinander verknüpfen, Ihre Datenbasis stärken und Ihr Unternehmen auf das nächste Zeitalter intelligenter Geschäftsabläufe vorbereiten kann.
Ihr Experte

Shady Mohamed
VSS Partner Sales Manager, proaxia consulting group
Shady Mohamed ist ein Profi in der Automobilindustrie mit umfassender Erfahrung in den Bereichen Pkw, Nutzfahrzeuge, Lkw, B2B-Geschäft und digitale Transformation im Nahen Osten und Afrika. Bei der proaxia consulting group unterstützt er Unternehmen der Automobilbranche bei der Modernisierung ihrer Geschäftsabläufe und ist Gastgeber des Podcasts „The Automotive Mentor“, in dem er echte Einblicke in die Branche vermittelt.
